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Lasst einen Platz frei

In unserem Nachbarland gibt es eine ganz wunderbare Tradition an die ich mich gerade in einem inspirierenden Morgenmeeting erinnerte. In Polen deckt man zu Weihnachten an der Festtafel immer einen Platz mehr ein als Gäste da sind.

W ilu domach będzie dziś puste miejsce blisko drzwi? – In wie vielen Häusern bleibt heute ein Platz neben der Tür frei?

Ich kenne diese Tradition auch sehr gut von meiner Schwiegermama aus Brasilien, allerdings wäre es dort viel zu umständlich extra einzudecken, denn es kommen immer weitere Gäste zum Essen dazu. Die Frage ist nur wie viele! Was für eine schöne Tradition wie ich finde, das Essen schmeckt doch gleich viel besser wenn man es mit möglichst vielen Lieben Menschen teilt. Die Geschichten werden bunter je mehr Leute am Tisch sitzen und wie oft kommt man so ganz nebenbei auf Themen die sich fortführen, weit über das Mittagessen hinaus!

Bildquelle: Zeitfixierer, FlickR

Wenn man diese Tradition auch in unseren Büros, gerade den Büros von Mittelständlern und Konzernen einführen würde – es würde sich viel an dem Geist der Arbeit ändern. Natürlich würde ich das Beispiel auf einen Arbeitsplatz beziehen und nicht auf Plätze in der Firmenkantine, denn das im Gegensatz zu meinem Vorschlag unverbindliche und weit verbreitete Business Lunch gibt es ja schon zu Genüge.

Nein ich möchte jedem Unternehmen empfehlen Raum zu schaffen für Coworker die nicht gebucht sind oder für Mitarbeiter die noch nicht eingestellt sind. Lasst mir hier auch Bitte den Raum das “Warum” und nicht das “Wie” auszuführen, es ist völlig klar das in Rechtswanwaltskanzleien oder den Wartezimmern von Ärzten nicht einfach Coworker reinlaufen können. Aber man denke an die wunderbaren Synergien, jede Unternehmung hat einen gewissen Kreis an Supportern und Fans, an interessierten Kunden und gar der Familie der Mitarbeiter. Ladet sie doch einfach ein!

Öffnet euch, lasst jeden der sich dafür interessiert rein und sich zu euch setzen und arbeitet Schulter an Schulter. Werdet flexibler und schneller, lernt mit den entstehenden Herausforderungen umzugehen. Wie bekommt der Gast einen Internetzugang, wie kann er oder sie drucken? Was ihr dafür bekommt? Indem Ihr einen Raum öffnet und zum Coworken einladet, beschenkt ihr Menschen sehr direkt und ohne Komplikationen mit Aufmerksamkeit und eurem Raum. Ihr werdet Menschen bei euch haben mit hochinteressanten Ideen die lose Enden schaffen können.

Lose Enden sind das was wir Coworker des fluidnetwork hier im betahaus Hamburg täglich knüpfen und ich würde mittlerweile sagen sie sind der Stoff für alle weiteren Projekte. Man lernt sich kennen, tauscht sich aus, schafft Momente der Zusammenarbeit die aus völliger Freiwilligkeit entstehen und schon sind erste Projektideen geboren. Diese Geschenke sind derart wertvoll das sie gar nicht bezahlbar sind, sie lassen sich auch nicht einkaufen oder forcieren. Und wenn ihr jetzt trotzdem ständig über das “Wie” nachdenkt und von Hölzchen auf Stöckchen kommt, lasst es doch einfach sein. Über Traditionen diskutiert man nicht, man folgt ihnen.

In diesem Sinne frage ich (vielen Dank Agnieszka für die Nachhilfe in Polnisch):

W ilu firmach będzie dziś wolne biurko? – In wie vielen Unternehmen bleibt heute ein Schreibtisch frei?

What the world thinks Coworker are doing

Our Tribute to the recent meme, showing six pictures of the thoughts of the world. We thought it was about time to talk about Coworking. Of course this one is made for you to share it! If you want to share it on facebook, do it via this picture pls. And don’t miss the awesomeness in pic No. 6, it’s “Memeception”.
;)

Participants: Anne WangrinBurkart OrlowskiJan C Rode, Johannes von Bargen, Jörn Hendrik AstMarina SelikowitschMoritz AvenariusWolfgang Wopperer and THX Valentin Heyde for the epic Tron Pic (No. 4) and our Coworking Space and Mothership betahaus Hamburg.